LIFE Wiesenvögel NRW

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LIFE-Projekt Wiesenvögel NRW

Nach mehrjähriger Vorarbeit ist im letzten Jahr das LIFE-Projekt Wiesenvögel NRW genehmigt worden. Es läuft seit Oktober 2020 und ist auf sieben Jahre angelegt. Gefördert wird es von der EU und dem Land NRW.

Die Bestandszahlen der Brut- und Rastvögel der offenen Wiesenflächen sind in NRW in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Hier soll das Projekt gegensteuern.

Ziel ist die Erhaltung und Wiederherstellung des Lebensraumes dieser Vögel. In acht ausgewiesenen EU-Vogelschutz- und Naturschutzgebieten in NRW sollen Feuchtwiesen renaturiert und dadurch die Bestände an wiesenbrütenden Vögeln stabilisiert und vergrößert werden. Zielarten sind Großer Brachvogel, Bekassine, Uferschnepfe, Rotschenkel, Kiebitz, Wiesenpieper, Knäkente und Löffelente. Auch durchziehende Wat- und Wasservogelarten sollen profitieren, indem sie Rastmöglichkeiten finden.

Durchgeführt wird das Projekt vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) als Projektträger. Wissenschaftlich begleitet wird es von der SOVON, einer vogelkundlichen Organisation aus den Niederlanden. Die Umsetzung in den Naturschutzgebieten vor Ort geschieht durch 10 Biologische Stationen. Auch die Biologische Station Minden-Lübbecke ist an dem Projekt beteiligt und wird im Naturschutzgebiet Bastauwiesen Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen umsetzen.

Auch die Bastauwiesen sind vom Rückgang der Wiesenvögel betroffen. Durch die Verbesserung des Wasserhaushaltes und die Zurücknahme störender Gehölze auf öffentlichen Flächen, eine insekten- und wiesenvogelgerechte Landbewirtschaftung, ein Prädationsmanagement und die Besucherlenkung sollen Brut- und Rastmöglichkeiten für Wiesenvögel geschaffen und verbessert werden.

Life Wiesenvögel NRW Logo

In den Bastauwiesen soll der Kiebitz, der weiß-schwarz-grüne Gaukelflieger, der früher mit seinen typischen Kiwitt-Rufen überall ein sehr häufiger Vogel war, bessere Brutbedingungen vorfinden. Das gleiche gilt für den Großen Brachvogel, den mit bis zu 60 cm Körperlänge größten der wiesenbrütenden Vögel, der mit seinem charakteristischen gebogenen Schnabel das “Wappentier” des Projektes darstellt. Auch die Bekassine, die wegen ihres Sturzfluges mit sirrenden Schwanzfedern auch Himmelsziege genannt wird, soll in den Bastauwiesen wieder brüten können. Für viele weitere seltene Vogelarten wie Wiesenpieper, Feldlerche, Wachtel und Braunkehlchen sollen sich die Lebensbedingungen durch das Projekt ebenfalls verbessern.

Weitere Informationen finden sich unter: www.life-wiesenvoegel.nrw.de.